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VERSUS · DMS

SharePoint vs. dediziertes DMS

Viele Unternehmen nutzen Microsoft SharePoint bereits für Dateiablage und Zusammenarbeit und stehen vor der Frage, ob damit auch revisionssicheres Dokumentenmanagement abgebildet werden kann. Ein dediziertes DMS wie DocuWare, ELO oder d.velop bringt demgegenüber spezialisierte Funktionen für Archivierung, Compliance und Workflow-Automatisierung mit, die über die Standardfunktionen von SharePoint hinausgehen. Der Vergleich betrifft damit eine grundsätzliche Architekturentscheidung statt eines reinen Produktvergleichs.

DMS8 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: September 2026Softwarecheck Redaktion

Vergleich auf einen Blick

SharePoint

Geeignet, wenn Plattform, Integrationen und Betriebsmodell zu Ihren bestehenden Prozessen passen.

dediziertes DMS

Geeignet, wenn Plattform, Integrationen und Betriebsmodell zu Ihren bestehenden Prozessen passen.

Verglichen nach: Funktionsumfang · Erweiterbarkeit · Betriebsmodell · Einführungsaufwand. Redaktionelle Einordnung öffentlich verfügbarer Produktinformationen, kein Produkttest.

Positionierung

Microsoft positioniert SharePoint als zentrale Plattform für Zusammenarbeit, Intranet und Dateiverwaltung innerhalb von Microsoft 365, mit Funktionen für Versionierung, Berechtigungssteuerung und Metadaten, die auch für einfache Dokumentenverwaltung genutzt werden können. Eine eigenständige Positionierung als revisionssicheres Archivsystem im engeren Sinne verfolgt Microsoft damit jedoch nicht primär.

Dedizierte DMS-Anbieter wie DocuWare, ELO oder d.velop positionieren ihre Produkte explizit als Lösung für revisionssichere Archivierung, gesetzeskonforme Aufbewahrung und spezialisierte Geschäftsprozess-Workflows, die über die generischen Kollaborationsfunktionen von SharePoint hinausgehen.

Funktionsumfang und Architektur

SharePoint bietet Dokumentenbibliotheken, Versionsverlauf, Metadaten und Workflow-Grundfunktionen über Power Automate, die für viele alltägliche Anwendungsfälle der Dateiablage ausreichen können. Die Architektur ist primär auf Zusammenarbeit und Content-Management im Microsoft-365-Kontext ausgelegt, nicht spezifisch auf gesetzeskonforme Archivierung.

Ein dediziertes DMS bringt zusätzliche Funktionen wie automatisierte Belegerkennung, spezialisierte Aufbewahrungsfristen-Logik, revisionssichere Ablage nach handels- und steuerrechtlichen Vorgaben sowie vorkonfigurierte Workflows für Rechnungseingang oder Vertragsmanagement mit.

Stärken im Alltag

In der Praxis ergänzen sich beide Ansätze häufig, unterscheiden sich aber in ihrer primären Ausrichtung.

  • SharePoint: bereits vorhandene Infrastruktur bei bestehender Microsoft-365-Lizenzierung nutzbar
  • SharePoint: enge Verzahnung mit Teams, Outlook und weiteren Microsoft-365-Anwendungen
  • Dediziertes DMS: spezialisierte Funktionen für revisionssichere Archivierung nach gesetzlichen Vorgaben
  • Dediziertes DMS: vorkonfigurierte Workflows für wiederkehrende Geschäftsprozesse wie Rechnungsverarbeitung

Erweiterbarkeit und Ökosystem

SharePoint lässt sich über die Power Platform und zahlreiche Drittanbieter-Add-ons erweitern, wobei viele dieser Erweiterungen darauf abzielen, SharePoint überhaupt erst näher an ein vollwertiges DMS heranzuführen. Dedizierte DMS-Anbieter bringen dagegen von Haus aus spezialisierte Module und Partnerlösungen für Compliance- und Archivierungsanforderungen mit, die eigens für diesen Zweck entwickelt wurden.

Betriebsmodell und Integration

SharePoint ist für Unternehmen mit bestehender Microsoft-365-Lizenzierung häufig ohne zusätzliche Softwarekosten nutzbar, was den Einstieg erleichtert. Ein dediziertes DMS wird meist als eigenständiges System betrieben und über Schnittstellen an SharePoint, das ERP-System oder andere Fachanwendungen angebunden, was zusätzlichen Integrationsaufwand, aber auch spezialisierte Funktionstiefe mit sich bringt.

Kosten- und Einführungsaufwand

Die Nutzung von SharePoint als einfache Dokumentenablage kann kurzfristig kostengünstiger erscheinen, da keine zusätzliche Software beschafft werden muss, birgt jedoch das Risiko, dass Compliance-Anforderungen nachträglich mit zusätzlichem Aufwand nachgerüstet werden müssen. Die Einführung eines dedizierten DMS erfordert einen eigenen Projektaufwand für Konfiguration und Integration, bietet dafür aber von Beginn an auf Archivierung spezialisierte Funktionen.

Wann welches System?

SharePoint kann für Unternehmen ausreichen, deren Anforderungen sich auf Zusammenarbeit und einfache Dateiverwaltung ohne strenge Archivierungspflichten beschränken. Ein dediziertes DMS ist regelmäßig die passendere Wahl, wenn revisionssichere Archivierung, spezialisierte Workflows oder umfangreiche Compliance-Anforderungen im Vordergrund stehen.

Hinweis

Dieser Beitrag ordnet öffentlich verfügbare Produktpositionierungen redaktionell ein und ersetzt keine eigene Prüfung, Beratung oder einen individuellen Anbietervergleich im konkreten Projektkontext. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr, da sich Funktionsumfang, Lizenzmodelle und Marktpositionierung der genannten Produkte fortlaufend weiterentwickeln. Alle genannten Marken, Produktnamen und Warenzeichen gehören ihren jeweiligen Inhabern.

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